Für Muskets&Tomahawks habe ich mir kürzlich ein paar Miniaturen von Blue Moon Manufacturing gegönnt. Die Figuren sind zwar etwas größer als die bisher von mir benutzten Minis von Peter Pig, aber sie gefallen mir ausgesprochen gut. Die Details sind für den Maßstab ordentlich, die Posen abwechslungsreich. Auf 30 Figuren kommen bei den Regulars fünf verschiedene Posen, bei den Woodland Indians sind sogar nur einige Posen doppelt.
Trotz des Wetters konnte ich heute einige Figuren grundieren. Um verschiedene Farbschemata auszuprobieren, habe ich direkt zwei Figuren bemalt. Dabei diente der Indianer vor allem als Test für die Hautfarbe. Der erste Versuch mit Chocolate Brown, Medium Flesh und einer Mischung aus Medium Flesh und Flat Flesh (alle Farben von Vallejo), gefällt mir ganz gut. Die Farben werde ich also beibehalten.
Schwieriger war die Farbe des Uniformrocks für die Franzosen. Mitte des 18. Jahrhunderts war der Rock aus ungebleichter Wolle, also ein Wollweiß mit einem leichten Graustich. Mein erster Versuch besteht aus Light Grey, White Grey und Highlights in Weiß. Allerdings wirkt das meiner Meinung nach zu hell. Beim nöchsten Mal wird das letzte Highlight eine Mischung aus White Grey und White, vielleicht wirkt das besser.
Ansonsten hat der französische Linieninfanterist die Uniform des Regiments La Reine erhalten. Das Regiment trug in Europa eine Blaue Weste unter dem Rock, für das zweite Bataillon, das in Nordamerika diente, wurde 1755 vom Marineministerium eine neue Uniform mit roter Weste ausgegeben. Da die Figuren für den French and Indian War, wie der Siebenjährige Krieg in Amerika genannt wird, gedacht sind, habe ich die Variante mit roter Weste als Vorlage benutzt.
Mein Plan ist, bis Ende April drei Trupps zu je 12 Figuren fertig zu bekommen, je ein Mal Briten, Franzosen und Indianer, plus ein Anführer für jede Fraktion. Mal sehen, wie ich voran komme.
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Samstag, 30. März 2013
Montag, 25. Februar 2013
Kartenwerk - Sawa no seki
Für das Tanelorn-Wintertreffen - das wieder einmal großartig war - habe ich eine Runde Legend of the Five Rings vorbereitet. Ausnahmsweise habe ich mal rechtzeitig mit der Vorbereitung angefangen, weswegen ich etwas Zeit hatte, mehr Arbeit in die Runde zu stecken.
Mit Hilfe dieses Tutorials habe ich mich an eine Karte erstellt. Zu sehen ist das Tal von Sawa no seki, in dem die Charaktere einen hochrangigen Daimyo stellen und aufhalten sollten, bevor er die Kaiserstadt Otosan Uchi erreichen konnte. Die Runde war tolles Samurai-Drama, dazu schreibe ich vielleicht später mehr.
Lange Rede, kurzer Sinn, hier ist die Karte:
Im Wesentlichen besteht die Karte aus ein paar Spielereien mit dem Tablett, über die Texturen gelegt wurden. Die Piktogramme habe ich ebenfalls mit dem Tablett erstellt und in das Bild kopiert. Mit ständigem nachlesen im Tutorial und etwas Gesuche im Internet hat die Karte etwa zweieinhalb Stunden gebraucht. Dafür bin ich vollkommen zufrieden.
Mit Hilfe dieses Tutorials habe ich mich an eine Karte erstellt. Zu sehen ist das Tal von Sawa no seki, in dem die Charaktere einen hochrangigen Daimyo stellen und aufhalten sollten, bevor er die Kaiserstadt Otosan Uchi erreichen konnte. Die Runde war tolles Samurai-Drama, dazu schreibe ich vielleicht später mehr.
Lange Rede, kurzer Sinn, hier ist die Karte:
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| Sawa no seki |
Samstag, 8. Dezember 2012
Bestandsaufnahme 2012 - Teil 1
Das Jahresende nähert
sich mit großen Schritten, weswegen ich mich zu einer
Bestandsaufnahme bemüßigt fühle. Insbesondere, da langsam die
Planungen fürs neue Jahr anfangen, und ich mit mir hadere, ob nicht
einige Änderungen nötig sind. Aber der Reihe nach. An der Nerdfront
habe ich 2012 wie immer mit Rollenspiel, Wargaming und Larp gefüllt.
Ich teile den Artikel in
zwei Teile: Rollenspiel und Wargaming heute, Larp braucht etwas mehr
Platz und folgt morgen.
Rollenspiel
Was das Rollenspiel
angeht, bin ich obenauf. Meine Sammlung hat sich um einige neue
Systeme erweitert, zum Beispiel Shadows of Esteren und Leverage. Ein
paar großartige Neuentdeckungen waren auch darunter, besonders
Forsooth!. Außerdem habe ich einige Lücken in der Sammlung
schließen können, nicht zuletzt mit dem Erwerb der Legend of theFive Rings-Boxen City of Lies und Tomb of Iuchiban – Zu einem
absoluten Schnäppchenpreis, was mich umso mehr freut.
Nachdem das Jahr, bedingt
durch mein Examen, eher ruhig anfing, ist die Spielfrequenz
inzwischen so hoch wie nie. Einmal die Woche leite ich meine eigne
Fate-Kampagne mit dem Titel „Die Reiter des Königs“. Im
zweiwöchentlichen Rhythmus spiele ich The One Ring und leite
Pendragon, obwohl letzteres gerade zwangsweise pausiert.Unregelmäßige
Probierrunden mit den hannöverschen Tanelornis und eine unregelmäßig
von mir geleitete Broomstix-Runde runden das Bild ab. Dazu ein
äußerst gelungenes Hannover spielt! und zwei - wie immer –
ausgezeichnete Tanelorn-Treffen runden das Jahr ab.
Wargaming
An der Wargames-Front
verlief das Jahr ebenfalls zufrieden stellend. Mein erstes Bataillon
für Might&Reason ist fertig, dass zweite nähert sich der
Vollendung. Zwei neue Spiele sind auch dazu gekommen. RegimentalFire&Fury, das den amerikanischen Bürgerkrieg auf kleine
Gefechte herunter bricht. Man spielt also nicht auf Brigade- oder
Divisionsebene, auf der man die großen Schlachten darstellt, sondern
auf Regimentsebene. So kann man bestimmte Szenarien aus großen
Schlachten herauspicken oder auch kleinere Gefechte spielen. RF&F
ist sehr komplex und ich sollte mir endlich mal die Zeit nehmen, mich
ernsthaft damit zu beschäftigen, aber die neuen Minis von Pendraken
im 10mm-Maßstab sind sehr vielversprechend.
Muskets&Tomahawks ist
Spiel Nummer 2. Und was für ein Spiel das ist! Ein Spiel für kleine
Gefechte in der nordamerikanischen Wildnis Mitte des 18.
Jahrhunderts. Einheitenaktivierung über Initiativekarten, Regeln für
verdeckte Bewegung, Boote, Gebäude, alles was man braucht in einem
Buch. Für den Spielzug 2012 in Hannover haben mein Spielpartner
Christian und ich eine Schauplatte und zwei Armeen fertig gemacht.
Dort war das Spiel in großer Renner, und das vollkommen zu recht.
Meine amerikanischen Milizen für den Unabhängigkeitskrieg sind auch
fertig geworden, die Platte war auch sehr gelungen... Und dann werde
ich am Abend vor dem Event krank! Hat mich tierisch geärgert, wie
man sich denken kann, und für Christian war das auch kein wirklicher
Spaß. Aber es ist ein spielfertiges Projekt, was ja auch
Seltenheitswert hat.
| Amerikanische Milizen - Miniaturen von Peter Pig 15mm |
Außerdem habe ich
letztens aus purer Langeweile alte Herr der Ringe-Miniaturen von
Games Workshop aus dem Regal gekramt, wo sie seit 2004 ungenutzt
rumlagen. Wider erwarten habe ich gerade sehr viel Spaß mit der
Bemalung der Minis, obwohl ich 28mm eigentlich abgeschworen hatte.
Ebay und den alten De Agostini-Sammelheften sei Dank für einige
günstige Erweiterungen der Sammlung, so das ich jetzt auch genug
Figuren für zwei bescheidene Streitmächte habe.
| Blick auf meinen Maltisch - Reiter von Rohan für das Herr der Ringe Strategiespiel |
Freitag, 30. November 2012
Kartenwerk
Inzwischen wird Donnerstags bei mir Fate gespielt - Genauer FreeFate mit einigen Anleihen an Legends of Anglerre. Hellas haben wir aus verschiedenen Gründen auf Eis gelegt, obwohl es sehr viel Spaß gemacht hat, auf der Allsee zu segeln.
Aber neue Kampagne, neues Glück. Neue Mitspieler sind dazu gekommen, nachdem andere langjährige Spieler weggezogen sind. Bisher haben wir vier Mal gespielt, und meiner Meinung nach hat es sich ganz gut angelassen, auch wenn einzelne Spieler noch Probleme mit Fate haben.
Nach langer Zeit leite ich mal wieder in einer Welt, die ich mir selbst ausgedacht habe. Oder selbst zusammen geklaut habe. Wie auch immer. Kurz gesagt spielt die Kampagne in einer Welt, die das historische Europa um ca. 1000 nach Christus mit Elementen aus der Romanreihe Crown of Stars von Kate Elliot vermischt. Wenig klassische Fantasy, eher bodenständig, und ein bisschen "grittier" als die zuletzt von mir geleiteten Kampagnen.
Mit der Ausarbeitung der Welt hänge ich allerdings noch zurück. Es reicht halt nicht, wenn ich den Kram im Hinterkopf habe, irgendwie müssen die Spieler ja auch wissen, was ich ihnen da präsentiere. Aber Gestern und Heute habe ich den ersten großen Schritt getan, das zu ändern.
Mit Hilfe dieses Tutorials und diverser Googlesuchen zum Thema Photoshop habe ich die Weltkarte fertig gestellt. Damit sind meine Spieler nicht mehr auf die lächerliche Skizze auf meinem Whiteboard angewiesen. Außerdem habe ich die Karte groß genug erstellt, dass ich Detailkarten der einzelnen Reiche erstellen kann.
Aber lange Rede, kurzer Sinn: Hier ist die Karte.
Die Karte zeigt alle bekannten Reiche, die sich nach dem Zusammenbruch des Darrischen Imperiums gebildet haben. Das Darrische Königreich steht im Mittelpunkt der Kampagne, deswegen sind dort auch die sieben Herzogtümer und drei Grenzmarken eingezeichnet.
Als kompletter Photoshop-Autodidakt und Neuling am Grafik-Tablett bin ich mit dem Ergebnis erstmal vollkommen zufrieden. Jetzt fehlen noch ein paar Details, dann ist das Thema Weltkarte vom Tisch.
Fehlt nur noch die restliche Ausarbeitung...
Aber neue Kampagne, neues Glück. Neue Mitspieler sind dazu gekommen, nachdem andere langjährige Spieler weggezogen sind. Bisher haben wir vier Mal gespielt, und meiner Meinung nach hat es sich ganz gut angelassen, auch wenn einzelne Spieler noch Probleme mit Fate haben.
Nach langer Zeit leite ich mal wieder in einer Welt, die ich mir selbst ausgedacht habe. Oder selbst zusammen geklaut habe. Wie auch immer. Kurz gesagt spielt die Kampagne in einer Welt, die das historische Europa um ca. 1000 nach Christus mit Elementen aus der Romanreihe Crown of Stars von Kate Elliot vermischt. Wenig klassische Fantasy, eher bodenständig, und ein bisschen "grittier" als die zuletzt von mir geleiteten Kampagnen.
Mit der Ausarbeitung der Welt hänge ich allerdings noch zurück. Es reicht halt nicht, wenn ich den Kram im Hinterkopf habe, irgendwie müssen die Spieler ja auch wissen, was ich ihnen da präsentiere. Aber Gestern und Heute habe ich den ersten großen Schritt getan, das zu ändern.
Mit Hilfe dieses Tutorials und diverser Googlesuchen zum Thema Photoshop habe ich die Weltkarte fertig gestellt. Damit sind meine Spieler nicht mehr auf die lächerliche Skizze auf meinem Whiteboard angewiesen. Außerdem habe ich die Karte groß genug erstellt, dass ich Detailkarten der einzelnen Reiche erstellen kann.
Aber lange Rede, kurzer Sinn: Hier ist die Karte.
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| Das ehemalige Darrische Imperium im Jahre der Einheit 920 |
Als kompletter Photoshop-Autodidakt und Neuling am Grafik-Tablett bin ich mit dem Ergebnis erstmal vollkommen zufrieden. Jetzt fehlen noch ein paar Details, dann ist das Thema Weltkarte vom Tisch.
Fehlt nur noch die restliche Ausarbeitung...
Dienstag, 5. Juni 2012
J'ai fini!
Nachdem ich letzte Woche meine ersten Ergebnisse für Might & Reason vorzeigen konnte, habe ich das verregnete Wochenende genutzt, um das komplette Bataillon fertig zu bemalen. Et voilà:
Ich bin sehr zufrieden mit der Bemalung, da ich bei diesen Figuren erstmals einige Techniken (erfolgreich) ausprobiert habe. Zum Beispiel Highlights und die Fahnen. Außerdem waren die Bases ein Experiment: Da die Basegröße mit 25x25mm für sechs Minis arg klein ist, habe ich auf den Holzbases mit Miliput eine dünne Schicht aufmodeliert, in die ich Einlässe für die Standfüße der Miniaturen modelliert habe. Dadurch konnte ich die Bases in ruhe bemalen, bevor die Figuren aufgeklebt wurden. Das macht die Bases zwar massiver, was optisch aber glücklicherweise nicht groß ins Gewicht fällt.
Die Miniaturen sind von Pendraken im Maßstab 10mm, aus der Linie für den Siebenjährigen Krieg.
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| Regiment No. 55 Waldner |
Die Miniaturen sind von Pendraken im Maßstab 10mm, aus der Linie für den Siebenjährigen Krieg.
Samstag, 2. Juni 2012
Lebenszeichen
Es ist ziemlich lange still auf diesen Seiten gewesen. Der "Ernst des Lebens" hatte mich einige Zeit fest im Griff. Mittlerweile sieht es besser aus, deswegen ein kurzes Update, was bei mir gerade aktuell ist.
Rollenspiel:
Letzten Oktober haben wir das große Finale unserer 7th Sea-Kampagne gespielt. Die Erzschurkin wurde von einem der Helden mit in den Tod gerissen, der sich für die Gruppe geopfert hat. Diese Runde war die erste mehrjährige Kampagne, die ich als Spielleiter bis zum Ende gebracht habe. Wir haben knapp dreieinhalb Jahre gespielt, und das im Regelfall einmal wöchentlich.
Im November haben wir ein paar Systeme angetestet, um ein neues Spiel für diese Runde auszusuchen. Der Prozess hat sich etwas hingeschleppt, nächstes Mal sage ich als SL einfach an, mit was weitergemacht wird. Aber wir haben etwas neues und vorletzte Woche auch damit angefangen: Hellas - Worlds of Sun and Stone. Bis jetzt lässt es sich recht gut an, ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Ebenfalls vorletzte Woche ging eine neue Pendragon-Kampagne los. Wir spielen zweiwöchentlich, weswegen wir erst eine Sitzung gespielt haben. Aber ich liebe dieses System einfach und freue mich sehr, es wieder regelmäßig zu spielen. Selbst ohne diesen Bonus muss man sagen, dass die Runde gerockt hat. Zwar standen wir kurz vor einem TPK (Totel Party Kill), aber es war ungeheuer spannend, wie alles auf ein oder zwei Würfelwürfe hinaus lief. Nächste Woche geht es weiter, mal sehen, wie es weiter läuft.
Ansonsten habe ich dieses Jahr bisher Fate und Savage Worlds im Wilden Westen mit den hannoveraner Tanelornis gespielt, konnte das neue Herr der Ringe-Rollenspiel The One Ring testen (tue es sogar immer noch), und ein paar neue Regelwerke haben ihren Weg zu mir gefunden, die auch noch getestet werden müssen.
Das Tanelorn-Wintertreffen und Hannover spielt! waren auch noch, wären aber jeweils eigene Artikel wert. Für die ich bisher zu faul war. Aber beide waren toll.
Wargaming:
Das Projekt Might & Reason läuft immer noch. Eigentlich wollten Christian und ich auf dem Spielzug, der Wargaming-Messe des 3TH Hannover, eine Schauplatte vorstellen. Es sollte die Schlacht bei Bergen werden, allerdings haben wir uns nicht mit den Vorbereitungen rangehalten. Der Spielzug ist Anfang September, bis dahin bekommen wir es nicht hin, 31 Regimenter zu bemalen.
Trotzdem geht es mit meinen Franzosen für den Siebenjährigen Krieg voran. Und es gibt endlich mal was Vorzeigbares:
Das komplette Bataillon (das aus vier solchen Bases besteht, also 24 Miniaturen) nähert sich der Vollendung. Ich habe zum ersten mal mit Highlights experimentiert und bin eigentlich ganz zufrieden. Vor allem, da für mich das Ziel "Spielfertige Armee" vor allen künstlerischen Ansprüchen steht.
Damit die historische Schauplatte nicht ausfällt, planen wir derzeit eine Skirmish-Platte mit Muskets & Tomahawks. 20-25 Figuren in 15mm pro Seite sind machbar, die Platte wird maximal 1 Meter mal 1 Meter groß. Für die Figuren werden wir uns wohl bei Peter Pig bedienen. Als Szenario werden wir den Boyd and Parker Ambush vom 13 September 1779 umsetzen. Die Figuren werden demnächst bestellt und wir stehen auch schon im Programm für den Spielzug. Das muss jetzt also klappen.
Soweit die Übersicht. Ich werde in Zukunft hoffentlich öfter von mir hören lassen.
Rollenspiel:
Letzten Oktober haben wir das große Finale unserer 7th Sea-Kampagne gespielt. Die Erzschurkin wurde von einem der Helden mit in den Tod gerissen, der sich für die Gruppe geopfert hat. Diese Runde war die erste mehrjährige Kampagne, die ich als Spielleiter bis zum Ende gebracht habe. Wir haben knapp dreieinhalb Jahre gespielt, und das im Regelfall einmal wöchentlich.
Im November haben wir ein paar Systeme angetestet, um ein neues Spiel für diese Runde auszusuchen. Der Prozess hat sich etwas hingeschleppt, nächstes Mal sage ich als SL einfach an, mit was weitergemacht wird. Aber wir haben etwas neues und vorletzte Woche auch damit angefangen: Hellas - Worlds of Sun and Stone. Bis jetzt lässt es sich recht gut an, ich bin gespannt, wie es weitergeht.
Ebenfalls vorletzte Woche ging eine neue Pendragon-Kampagne los. Wir spielen zweiwöchentlich, weswegen wir erst eine Sitzung gespielt haben. Aber ich liebe dieses System einfach und freue mich sehr, es wieder regelmäßig zu spielen. Selbst ohne diesen Bonus muss man sagen, dass die Runde gerockt hat. Zwar standen wir kurz vor einem TPK (Totel Party Kill), aber es war ungeheuer spannend, wie alles auf ein oder zwei Würfelwürfe hinaus lief. Nächste Woche geht es weiter, mal sehen, wie es weiter läuft.
Ansonsten habe ich dieses Jahr bisher Fate und Savage Worlds im Wilden Westen mit den hannoveraner Tanelornis gespielt, konnte das neue Herr der Ringe-Rollenspiel The One Ring testen (tue es sogar immer noch), und ein paar neue Regelwerke haben ihren Weg zu mir gefunden, die auch noch getestet werden müssen.
Das Tanelorn-Wintertreffen und Hannover spielt! waren auch noch, wären aber jeweils eigene Artikel wert. Für die ich bisher zu faul war. Aber beide waren toll.
Wargaming:
Das Projekt Might & Reason läuft immer noch. Eigentlich wollten Christian und ich auf dem Spielzug, der Wargaming-Messe des 3TH Hannover, eine Schauplatte vorstellen. Es sollte die Schlacht bei Bergen werden, allerdings haben wir uns nicht mit den Vorbereitungen rangehalten. Der Spielzug ist Anfang September, bis dahin bekommen wir es nicht hin, 31 Regimenter zu bemalen.
Trotzdem geht es mit meinen Franzosen für den Siebenjährigen Krieg voran. Und es gibt endlich mal was Vorzeigbares:
Das komplette Bataillon (das aus vier solchen Bases besteht, also 24 Miniaturen) nähert sich der Vollendung. Ich habe zum ersten mal mit Highlights experimentiert und bin eigentlich ganz zufrieden. Vor allem, da für mich das Ziel "Spielfertige Armee" vor allen künstlerischen Ansprüchen steht.
Damit die historische Schauplatte nicht ausfällt, planen wir derzeit eine Skirmish-Platte mit Muskets & Tomahawks. 20-25 Figuren in 15mm pro Seite sind machbar, die Platte wird maximal 1 Meter mal 1 Meter groß. Für die Figuren werden wir uns wohl bei Peter Pig bedienen. Als Szenario werden wir den Boyd and Parker Ambush vom 13 September 1779 umsetzen. Die Figuren werden demnächst bestellt und wir stehen auch schon im Programm für den Spielzug. Das muss jetzt also klappen.
Soweit die Übersicht. Ich werde in Zukunft hoffentlich öfter von mir hören lassen.
Mittwoch, 15. Dezember 2010
Might and Reason – Vorbereitungen
Derzeit werden meine Vorbereitungen konkret, um mit Might and Reason Linieninfanterie zu schubsen. Nach Flames of War wird das mein zweiter Versuch an einem historischen Spiel, wobei ich FoW doch eher als Tabletop, M&R hingegen als Wargame bezeichnen möchte. Letzteres bildet einfach die Eigenheiten der Kriegsführung Mitte des 18. Jahrhunderts sehr präzise ab (bleibt da aber verständlich und spielbar), während FoW die Spielbarkeit in den Vordergrund stellt.
Da es nun historisch wird, habe ich ein wenig Recherche angestellt. Man will dem Zeitalter ja gerecht werden, selbst wenn es nur um Uniformen und Fahnen geht. Ein guter Startpunkt im Internet war für mich das Wiki von Kronskaf – Project SYW. Hier findet man nicht nur gute Übersichtsartikel und Links, sondern auch Farbtafeln mit Uniformen und Fahnen verschiedener Regimenter. Für die Bemalung der zukünftigen Armee gibt es dort mehr als genug Informationen.
Für den Überblick habe ich mir das Buch „Der Siebenjährige Krieg“ von Marian Füssel besorgt. Ein Taschenbuch aus der Beck'schen Reihe, deren historische Serie ich jedem Interessierten nur ans Herz legen kann. Damit konnte ich mir angenehm erste Einblicke nicht nur in den europäischen Kriegsschauplatz anlesen, sondern auch in die Ereignisse in Indien, der Karibik und Nordamerika.
Bereits vor meinen ersten Recherchen stand für mich fest, dass ich die Franzosen spielen wollte. Ich bin da einfach frankophil. Außerdem gefiel mir die Idee, eine Armee aus weißberockten Infanteristen ins Feld zu führen. Die Recherche machte mir schnell klar, auf was ich mich da einließ.
Zum einen stellten die Franzosen die größte Armee ihrer Zeit. Mit etwa 500.000 Soldaten unter Waffen während des Krieges war die französische Armee größer als die russische, die etwa 330.000 Mann zählte. Vergleicht man die Zahl mit der Größe der englischen Armee, die mit 170.000 Mann Kriegsstärke an allen Fronten nahezu alle Ziele gegen die Franzosen durchsetzen konnte, merkt man, dass in Louis' Armee etwas im Argen gelegen haben muss.
Namentlich kann man viel auf das Offizierscorps zurück führen. Die Regimenter gehörten nicht dem König oder dem Staat, wie es in Preußen oder teilweise in England der Fall war. Adlige stellten ihre Truppen selbst auf und Beziehungen und gesellschaftlicher Rang waren bestimmende Faktoren in der Aufstellung einer Armee.
Soweit zum Hintergrund. Wie schon geschrieben, bilden die Regeln von Might and Reason die Kriegsführung so genau wie möglich ab. Das geht so weit, dass man sich einen entsprechenden Befehlshaber aus einer Liste aussucht. Die Preußen können also durchaus Seydlitz oder Friedrich II. wählen. Den Franzosen fehlen solche Illustren Namen. Von den vier Qualitätsstufen für Befehlshaber, Great, Good, Average und Poor, stehen den Franzosen nur Average und Poor zur Verfügung. Da mit ansteigender Kompetenz die Armeepunkte weniger werden, sind französische Armeen also notwendigerweise größer.
Der Befehlshaber kann aber nicht die ganze Armee befehligen. Eine Armee, die mit 50.000 Mann und mehr in einem Gelände aufgestellt ist, das Hügel, Wälder und Dörfer umfasst, braucht Befehlshaber vor Ort. Diese Sub-Commanders werden nicht ausgewählt und mit Armeepunkten gekauft. Vielmehr muss der Spieler seine Armee in „Forces“ aufteilen, die jeweils einen eigenen Sub-Commander erhalten. Dessen Fähigkeiten werden nach armeespezifischen Tabellen ausgewürfelt. Man kann sich nicht aussuchen, wen man an welcher Stelle einsetzt.
Mit diesen Problemen im Hinterkopf habe ich mich an die Armeeplanung gemacht. Dabei habe ich auf zwei Dinge geachtet:
- Optik. Regimentsfahnen und -uniformen sollten ansprechend aussehen. Schließlich spielt das Auge mit. Und die Franzosen haben sich einige sehr, sagen wir mal, gewöhnungsbedürftige Fahnen geleistet.
- Plausibilität. Die Regimenter in meiner Armee sollen vom gleichen Kriegsschauplatz stammen und möglichst auch zusammen gedient haben.
Nebenbei wird mein Mitspieler Christian die hannöverschen Truppen ins Feld führen, wofür Minden eine ausgezeichnet Wahl ist. Selbst dann, wenn man sich vor Augen hält, dass sechs britische Bataillone ausgereicht haben, nahezu die gesamte französische Kavallerie zurückzuschlagen und die Schlacht in etwas zwei Stunden zu entscheiden. Aber von so einem Omen lässt man sich ja nicht abschrecken.
Bisher ist die Infanterie-Auswahl getroffen. Kavallerie wird folgen, sobald ich das erste Testspiel hinter mir habe. Das wird diesen Freitag unter schwerem Proxy-Einsatz stattfinden. Dann werde ich auch wissen, wie viel Artillerie sich lohnt.
Als Befehlshaber werde ich nicht Contades nutzen, der in den Regeln völlig zurecht als Poor geführt wird. Stattdessen werde ich Victor François Duc de Broglie wählen, der immerhin auf Average kommt. Damit stehen mir 220 Armeepunkte zur Verfügung, von denen ich maximal 80 Punkte für Kavallerie ausgeben darf.
Meine Infanterie:
Grenadierregimenter (je 10 Punkte)
„Foreign“ Regiments (je 8 Punkte)
Französische Linienregimenter (je 7 Punkte):
Das sind vorerst 122 Punkte in Infanterie in 17 Einheiten. Damit wäre noch Platz für 78 Punkte Kavallerie und 3 Batterien schwerer Artillerie. Mehr dazu, sobald die ersten Testspiele gelaufen sind.
Dienstag, 9. November 2010
Pendraken Miniatures - Ich bin begeistert
Letzten Samstag war die Crisis in Antwerpen. Das mein Schichtplan diesen Monat eher suboptimal ist, konnte ich mich der spontanen Fahrgemeinschaft nicht anschließen. Vielleicht war das auch ganz gut, das schont den Geldbeutel.
Deswegen geht es hier auch nicht um die Crisis, auch wenn Christian, der Initiator der Fahrgemeinschaft, davon schwärmt. Vielmehr geht es um einen englischen Miniaturenhersteller, der es seit gestern endgültig geschafft hat, mich zu begeistern: Pendraken Miniatures.
Das erste Mal bin ich auf Pendraken aufmerksam geworden, als ein Thread im Dungeonslayers-Forum sich mit den Minis beschäftigte. Spontan habe ich mir damals ein paar Fantasy-Menschen bestellt, die eigentlich nur die Spätmittelalter-Serie in kleineren Packs sind. Der Maßstab von Pendraken ist 10mm, es waren die ersten Minis in dieser Größe, die ich in den Händen hielt. Nun bin ich grundsätzlich kein Freund von 28mm-Minis, da mir das Bemalen viel zu aufwändig ist. Vorher war ich von 15mm begeistert, der Maßstab von Flames of War.
Was soll ich sagen, Pendraken hat mich voll überzeugt. Die Gussqualität stimmt. Kaum Grate, keine Fehlgüsse. Die meisten Figuren konnte ich ohne Vorbehandlung grundieren und bemalen. Der Detailgrad war in Anbetracht der Größe bewundernswert. Inzwischen besitze ich auch ein paar Wehrmachtssoldaten, die fast schon zu viele Details besitzen. Kurz, die Minis sind schön.
Der Preis stimmt auch. 3,25 Pfund für 30 Infanteristen oder 15 Reiter. Der Versand ist mit 10% des Warenwerts typisch für englische Hersteller. Zahlung ist per PayPal möglich,also auch unkompliziert. Die Bestellungen haben bisher zwischen 5 und 12 Tagen gebraucht, um anzukommen.
Das schönste ist aber der Service. Christian und ich haben uns endlich auf ein historisches Spiel einigen können. Klar war, das wir beide Linieninfanterie wollten. Er wollte Napoleon, ich den amerikanischen Bürgerkrieg. Beide fanden wir den Vorschlag des anderen nicht so spannend. Jetzt haben wir uns auf den Siebenjährigen Krieg geeinigt und mit Might and Reason ein passendes Regelwerk für uns gefunden.
Bei einer Probebestellung hatte ich schon ein paar Franzosen in feuernder Pose bestellt und war recht angetan. Da Pendraken aber, genau wie viele andere Hersteller, keine Bilder online hat, fiel die Auswahl der richtigen Pose schwer. Also habe ich kurzerhand Christian gebeten, am Pendraken-Stand auf der Crisis nach Samples zu fragen. Er hat dann spontan eine Email geschrieben, da er sowieso selbst etwas vorbestellen wollte.
Was soll ich sagen, gestern stand er mit den Samples vor meiner Tür. Von jeder Infanterie-Pose zwei Minis als kostenlose Probe, alles in allem 12 kleine Männchen. Damit hat Pendraken mich im Sack. Freundliche Kommunikation und eine Bereitschaft, dem interessierten Käufer so entgegen zu kommen? Meine französische Armee wird von Pendraken geordert, ohne Wenn und Aber.
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