Posts mit dem Label Tabletop werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Tabletop werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Samstag, 30. März 2013

Muskets & Tomahawks - Probemalen

Für Muskets&Tomahawks habe ich mir kürzlich ein paar Miniaturen von Blue Moon Manufacturing gegönnt. Die Figuren sind zwar etwas größer als die bisher von mir benutzten Minis von Peter Pig, aber sie gefallen mir ausgesprochen gut. Die Details sind für den Maßstab ordentlich, die Posen abwechslungsreich. Auf 30 Figuren kommen bei den Regulars fünf verschiedene Posen, bei den Woodland Indians sind sogar nur einige Posen doppelt.

Trotz des Wetters konnte ich heute einige Figuren grundieren. Um verschiedene Farbschemata auszuprobieren, habe ich direkt zwei Figuren bemalt. Dabei diente der Indianer vor allem als Test für die Hautfarbe. Der erste Versuch mit Chocolate Brown, Medium Flesh und einer Mischung aus Medium Flesh und Flat Flesh (alle Farben von Vallejo), gefällt mir ganz gut. Die Farben werde ich also beibehalten.

Schwieriger war die Farbe des Uniformrocks für die Franzosen. Mitte des 18. Jahrhunderts war der Rock aus ungebleichter Wolle, also ein Wollweiß mit einem leichten Graustich. Mein erster Versuch besteht aus Light Grey, White Grey und Highlights in Weiß. Allerdings wirkt das meiner Meinung nach zu hell. Beim nöchsten Mal wird das letzte Highlight eine Mischung aus White Grey und White, vielleicht wirkt das besser.

Ansonsten hat der französische Linieninfanterist die Uniform des Regiments La Reine erhalten. Das Regiment trug in Europa eine Blaue Weste unter dem Rock, für das zweite Bataillon, das in Nordamerika diente, wurde 1755 vom Marineministerium eine neue Uniform mit roter Weste ausgegeben. Da die Figuren für den French and Indian War, wie der Siebenjährige Krieg in Amerika genannt wird, gedacht sind, habe ich die Variante mit roter Weste als Vorlage benutzt.

Mein Plan ist, bis Ende April drei Trupps zu je 12 Figuren fertig zu bekommen, je ein Mal Briten, Franzosen und Indianer, plus ein Anführer für jede Fraktion. Mal sehen, wie ich voran komme.


Samstag, 8. Dezember 2012

Bestandsaufnahme 2012 - Teil 1

Das Jahresende nähert sich mit großen Schritten, weswegen ich mich zu einer Bestandsaufnahme bemüßigt fühle. Insbesondere, da langsam die Planungen fürs neue Jahr anfangen, und ich mit mir hadere, ob nicht einige Änderungen nötig sind. Aber der Reihe nach. An der Nerdfront habe ich 2012 wie immer mit Rollenspiel, Wargaming und Larp gefüllt.

Ich teile den Artikel in zwei Teile: Rollenspiel und Wargaming heute, Larp braucht etwas mehr Platz und folgt morgen.

Rollenspiel

Was das Rollenspiel angeht, bin ich obenauf. Meine Sammlung hat sich um einige neue Systeme erweitert, zum Beispiel Shadows of Esteren und Leverage. Ein paar großartige Neuentdeckungen waren auch darunter, besonders Forsooth!. Außerdem habe ich einige Lücken in der Sammlung schließen können, nicht zuletzt mit dem Erwerb der Legend of theFive Rings-Boxen City of Lies und Tomb of Iuchiban – Zu einem absoluten Schnäppchenpreis, was mich umso mehr freut.

Nachdem das Jahr, bedingt durch mein Examen, eher ruhig anfing, ist die Spielfrequenz inzwischen so hoch wie nie. Einmal die Woche leite ich meine eigne Fate-Kampagne mit dem Titel „Die Reiter des Königs“. Im zweiwöchentlichen Rhythmus spiele ich The One Ring und leite Pendragon, obwohl letzteres gerade zwangsweise pausiert.Unregelmäßige Probierrunden mit den hannöverschen Tanelornis und eine unregelmäßig von mir geleitete Broomstix-Runde runden das Bild ab. Dazu ein äußerst gelungenes Hannover spielt! und zwei - wie immer – ausgezeichnete Tanelorn-Treffen runden das Jahr ab.

Wargaming

An der Wargames-Front verlief das Jahr ebenfalls zufrieden stellend. Mein erstes Bataillon für Might&Reason ist fertig, dass zweite nähert sich der Vollendung. Zwei neue Spiele sind auch dazu gekommen. RegimentalFire&Fury, das den amerikanischen Bürgerkrieg auf kleine Gefechte herunter bricht. Man spielt also nicht auf Brigade- oder Divisionsebene, auf der man die großen Schlachten darstellt, sondern auf Regimentsebene. So kann man bestimmte Szenarien aus großen Schlachten herauspicken oder auch kleinere Gefechte spielen. RF&F ist sehr komplex und ich sollte mir endlich mal die Zeit nehmen, mich ernsthaft damit zu beschäftigen, aber die neuen Minis von Pendraken im 10mm-Maßstab sind sehr vielversprechend.

Muskets&Tomahawks ist Spiel Nummer 2. Und was für ein Spiel das ist! Ein Spiel für kleine Gefechte in der nordamerikanischen Wildnis Mitte des 18. Jahrhunderts. Einheitenaktivierung über Initiativekarten, Regeln für verdeckte Bewegung, Boote, Gebäude, alles was man braucht in einem Buch. Für den Spielzug 2012 in Hannover haben mein Spielpartner Christian und ich eine Schauplatte und zwei Armeen fertig gemacht. Dort war das Spiel in großer Renner, und das vollkommen zu recht. Meine amerikanischen Milizen für den Unabhängigkeitskrieg sind auch fertig geworden, die Platte war auch sehr gelungen... Und dann werde ich am Abend vor dem Event krank! Hat mich tierisch geärgert, wie man sich denken kann, und für Christian war das auch kein wirklicher Spaß. Aber es ist ein spielfertiges Projekt, was ja auch Seltenheitswert hat. 

Amerikanische Milizen - Miniaturen von Peter Pig 15mm

Außerdem habe ich letztens aus purer Langeweile alte Herr der Ringe-Miniaturen von Games Workshop aus dem Regal gekramt, wo sie seit 2004 ungenutzt rumlagen. Wider erwarten habe ich gerade sehr viel Spaß mit der Bemalung der Minis, obwohl ich 28mm eigentlich abgeschworen hatte. Ebay und den alten De Agostini-Sammelheften sei Dank für einige günstige Erweiterungen der Sammlung, so das ich jetzt auch genug Figuren für zwei bescheidene Streitmächte habe. 

Blick auf meinen Maltisch - Reiter von Rohan für das Herr der Ringe Strategiespiel

Insgesamt habe ich mehr gebastelt und bemalt als gespielt, aber ich will das im nächsten Jahr etwas forcieren. Die Minis sind einfach zu hübsch, um sie nicht zu benutzen. Außerdem gibt es genug, das noch bemalt werden will.

Dienstag, 5. Juni 2012

J'ai fini!

Nachdem ich letzte Woche meine ersten Ergebnisse für Might & Reason vorzeigen konnte, habe ich das verregnete Wochenende genutzt, um das komplette Bataillon fertig zu bemalen. Et voilà:

Regiment No. 55 Waldner
Ich bin sehr zufrieden mit der Bemalung, da ich bei diesen Figuren erstmals einige Techniken (erfolgreich) ausprobiert habe. Zum Beispiel Highlights und die Fahnen. Außerdem waren die Bases ein Experiment: Da die Basegröße mit 25x25mm für sechs Minis arg klein ist, habe ich auf den Holzbases mit Miliput eine dünne Schicht aufmodeliert, in die ich Einlässe für die Standfüße der Miniaturen modelliert habe. Dadurch konnte ich die Bases in ruhe bemalen, bevor die Figuren aufgeklebt wurden. Das macht die Bases zwar massiver, was optisch aber glücklicherweise nicht groß ins Gewicht fällt.

Die Miniaturen sind von Pendraken im Maßstab 10mm, aus der Linie für den Siebenjährigen Krieg.

Samstag, 2. Juni 2012

Lebenszeichen

Es ist ziemlich lange still auf diesen Seiten gewesen. Der "Ernst des Lebens" hatte mich einige Zeit fest im Griff. Mittlerweile sieht es besser aus, deswegen ein kurzes Update, was bei mir gerade aktuell ist.

Rollenspiel:

Letzten Oktober haben wir das große Finale unserer 7th Sea-Kampagne gespielt. Die Erzschurkin wurde von einem der Helden mit in den Tod gerissen, der sich für die Gruppe geopfert hat. Diese Runde war die erste mehrjährige Kampagne, die ich als Spielleiter bis zum Ende gebracht habe. Wir haben knapp dreieinhalb Jahre gespielt, und das im Regelfall einmal wöchentlich.

Im November haben wir ein paar Systeme angetestet, um ein neues Spiel für diese Runde auszusuchen. Der Prozess hat sich etwas hingeschleppt, nächstes Mal sage ich als SL einfach an, mit was weitergemacht wird. Aber wir haben etwas neues und vorletzte Woche auch damit angefangen: Hellas - Worlds of Sun and Stone. Bis jetzt lässt es sich recht gut an, ich bin gespannt, wie es weitergeht.

Ebenfalls vorletzte Woche ging eine neue Pendragon-Kampagne los. Wir spielen zweiwöchentlich, weswegen wir erst eine Sitzung gespielt haben. Aber ich liebe dieses System einfach und freue mich sehr, es wieder regelmäßig zu spielen. Selbst ohne diesen Bonus muss man sagen, dass die Runde gerockt hat. Zwar standen wir kurz vor einem TPK (Totel Party Kill), aber es war ungeheuer spannend, wie alles auf ein oder zwei Würfelwürfe hinaus lief. Nächste Woche geht es weiter, mal sehen, wie es weiter läuft.

Ansonsten habe ich dieses Jahr bisher Fate und Savage Worlds im Wilden Westen mit den hannoveraner Tanelornis gespielt, konnte das neue Herr der Ringe-Rollenspiel The One Ring testen (tue es sogar immer noch), und ein paar neue Regelwerke haben ihren Weg zu mir gefunden, die auch noch getestet werden müssen.

Das Tanelorn-Wintertreffen und Hannover spielt! waren auch noch, wären aber jeweils eigene Artikel wert. Für die ich bisher zu faul war. Aber beide waren toll.

Wargaming:

Das Projekt Might & Reason läuft immer noch. Eigentlich wollten Christian und ich auf dem Spielzug, der Wargaming-Messe des 3TH Hannover, eine Schauplatte vorstellen. Es sollte die Schlacht bei Bergen werden, allerdings haben wir uns nicht mit den Vorbereitungen rangehalten. Der Spielzug ist Anfang September, bis dahin bekommen wir es nicht hin, 31 Regimenter zu bemalen.

Trotzdem geht es mit meinen Franzosen für den Siebenjährigen Krieg voran. Und es gibt endlich mal was Vorzeigbares:


Das komplette Bataillon (das aus vier solchen Bases besteht, also 24 Miniaturen) nähert sich der Vollendung. Ich habe zum ersten mal mit Highlights experimentiert und bin eigentlich ganz zufrieden. Vor allem, da für mich das Ziel "Spielfertige Armee" vor allen künstlerischen Ansprüchen steht.

Damit die historische Schauplatte nicht ausfällt, planen wir derzeit eine Skirmish-Platte mit Muskets & Tomahawks. 20-25 Figuren in 15mm pro Seite sind machbar, die Platte wird maximal 1 Meter mal 1 Meter groß. Für die Figuren werden wir uns wohl bei Peter Pig bedienen. Als Szenario werden wir den Boyd and Parker Ambush vom 13 September 1779 umsetzen. Die Figuren werden demnächst bestellt und wir stehen auch schon im Programm für den Spielzug. Das muss jetzt also klappen.

Soweit die Übersicht. Ich werde in Zukunft hoffentlich öfter von mir hören lassen.

Mittwoch, 27. April 2011

Spielbericht: Field of Glory

Nach langer Zeit war heute mal wieder etwas Wargaming angesagt. Seitdem ich sie in meine Vitrine verfrachtet habe, kommen meine Flames of War-Truppen eigentlich nicht mehr auf den Spieltisch. Andere Wargaming-Projekte flackern immer mal wieder auf, kommen aber nicht so recht voran. Might and Reason scheitert derzeit zum Beispiel daran, dass ich noch keine passende Herangehensweise zum Bemalen meiner Franzosen gefunden habe. Und im Herzen bin ich eben doch zuerst Rollenspieler.

Irgendwie kommt die Lust am Wargamen immer wieder auf, wenn ich mit Christian, einem Freund und langjährigen Mitspieler, spreche. So auch letztens, und da wir heute Nachmittag beide Zeit hatten, war der Spieltermin schnell gefunden. Außerdem konnte ich die Gelegenheit nicht verpassen, mir die Spielräume des 3TH (Tabletopt-Treff Hannover) anzusehen.

Spielfertige Armeen sind allerdings so ein Problem. Ich habe zwei fertige Kompanien für FoW und Figuren in unterschiedlichen Bemalstadien für Might and Reason sowie Field of Glory. Da Christian auch FoW nur unter schwerem Proxy-Einsatz hätte stemmen können, war das Motto eher „Spielen um des Spielens willen, Optik egal“. Deswegen gibt es auch keine Fotos vom Spiel. Beschriftete Holzbases sind nicht sonderlich sehenswert.

Also haben wir uns an Field of Glory gewagt. Mit dem Regelwerk setzen wir uns seit seinem Erscheinen auseinander. In der ersten Version decken die Regeln Gefechte vor der Einführung des Schießpulvers ab (oder der Nutzung desselben in Massen – Kanonen und Hakenbüchsen gibt es in bestimmten Armeen schon). Dabei werden Armeelisten eines Zeitraums und Kulturkreises immer in einem Armeebuch zusammen gefasst. „Oath of Fealty“ bildet das Hochmittelalter ab, „Storm of Arrows“ das Spätmittelater, „Legions Triumphant“ das kaiserliche Rom. Ihr versteht das Prinzip.

Entgegen der Empfehlung der Autoren haben wir Listen aus zwei verschiedenen Armeebüchern gewählt, nämlich „Oath of Fealty“ und „Storm of Arrows“. Eigentlich sind die Armeelisten so ausbalanciert, dass man innerhalb einer Epoche die beste Spielbalance hat. Für die von uns gespielten Armeen fiel das aber nicht groß ins Gewicht. Römer gegen Ritter wäre aber wohl problematisch gewesen.

So führte Christian Imperial Germans nach Oath of Fealty ins Feld, während ich Continental English nach Storm of Arrows anführte. Jede Liste enthält eine Starter Army, eine Art „Startaufstellung“, die wir der Einfachheit halber nutzten.

Die Aufstellungen:

Christians Imperial Germans:
1x Field Commander
2x Troop Commander
1x Ministeriale
1x Ritter & Sergeanten
1x Berittene Armbrustschützen
1x Brabanzonische Speerträger
2x Feudale Speerträger
1x Armbrustschützen
1x Leichte Bogenschützen

Meine Continental English:
1x Inspired Commander
2x Troop Commander
3x Abgesessene Ritter
4x Langbogenschützen (2x 8 Bases, 2x 6 Bases)

Ja, die Kriegsführung der Engländer im Hundertjährigen Krieg war auf dem Kontinent recht berechenbar...

Christian hatte ein wenig Spielerfahrung mit der Renaissance-Variante von FoG und coachte mich durch das Spiel. Meine letzte Lektüre der Regeln dürfte über zweieinhalb Jahre her sein und FoG ist schon recht komplex. Vieles wird aber im Spiel schnell klar, wenn man die Mechanismen erst mal erfasst. Das rede ich mir zumindest ein. Ich brauch noch etwas Übung, bis ich mit den Regeln firm bin.

Aber zu den Ereignissen auf dem Tisch. Die Startphase ergab als Gelände zwei Kornfelder in Christians Spielhälfte, zentral in seiner Aufstellungszone. Ein großer Weinberg, den ich auf meiner Flanke platzieren wollte, um meine Linie zu verkürzen, wurde durch einen guten Würfelwurf meines Mitspielers wieder vom Feld verbannt. Also standen sich die beiden Armeen auf freiem Feld gegenüber.

Das stellte mich mit meinen langsamen Fußtruppen vor ein Problem. Ich musste meine Flanken vor der gegnerischen Kavallerie schützen und gleichzeitig mit zahlenmäßig unterlegenen Kräften mein Zentrum halten.

Deswegen orientierte ich meine Aufstellung an der Heinrichs V. bei Azincourt. Das Zentrum wurde von meinem Inspired Commander und einer Gruppe Ritter gehalten, die an beiden Seiten von Langbogenschützen unterstützt wurden. Jede Flanke wurde von einer weiteren Gruppe Ritter und einer Gruppe Schützen gehalten, jeweils von einem der Troop Commander befehligt.

Allerdings beging ich direkt in der Aufstellung einen Fehler. Zwischen der linken Flanke und dem Zentrum klaffte eine recht breite Lücke, die geradezu eine Einladung für die gegnerischen Ritter sein musste. Das wirkte sich aber letztlich auf meinen Erfolg aus, aber dazu später mehr.

Die ersten Runden waren ereignislos. Truppen bewegen sich bei FoG recht langsam, außerdem bestanden meine ersten Runden darin, etwas vorwärts zu marschieren, um danach meine Langbogenschützen hinter angespitzten Pfählen zu verschanzen. Dabei hingen meine Flanken etwas hinter dem Zentrum zurück, um Flankenmanöver der Kaiserlichen abfangen zu können.

So marschierten die Deutschen entschlossen auf die Engländer zu. Die linke Flanke wurde von Ministerialen und Bogenschützen bedroht, die rechte Flanke von berittenen Armbrustschützen und Rittern. Im Zentrum rückten Speerträger und Armbrustschützen vor.

In Runde drei gingen die deutschen Ministerialen in Stellung, um an meiner Linken vorbei auf das Zentrum vorzustoßen. Meine Einzige Möglichkeit, eine Katastrophe abzuwenden, bestand darin, meine Stellung am linken Flügel aufzugeben. Ritter und Bogenschützen näherten sich den Ministerialen. Die Ritter versuchten, den direkten Weg auf mein Zentrum zu versperren, die Bogenschützen begannen damit, die Ministerialen zu umgehen. Eine erste Salve vernichtete ein Base der leichten Bogenschützen und brachte die Einheit in Unordnung.

Christian war überrascht, dass ich meine vorteilhafte Verteidigungsposition aufgegeben hatte, hielt aber an seinem Plan fest. Die Bogenschützen gingen im Rücken der Ministerialen in Position, letztere änderten ihre Position leicht, um nicht überrannt zu werden. Der Rest der Armee rückte weiter auf die englische Linie zu, während Pfeile ergebnislos den Himmel verdunkelten.

Leider hatte Christian sich etwas mit seiner neuen Position geirrt. In meiner Runde stürmten die Ritter und Langbogenschützen auf die Ministerialen ein. Die Ritter stürmten auf die Front ein, während die Schützen den Gegner in der Flanke erwischten. Nach der Impact Phase (in der Sturmangriffe ausgeführt und erste Kampfergebnisse bestimmt werden) waren die Ministerialen gebrochen und flohen vom Feld. Meine Flankentruppen verfolgten sie, was mich tiefer in die Flanke der deutschen brachte.

In den nächsten Runden manövrierten die leichten Bogenschützen etwas zurück, immer bedrängt von meinen Truppen, während die Brabanzonen ihnen zu Hilfe eilten. Im Zentrum und auf der rechten Flanke bahnte sich der große Zusammenstoß beider Armeen an.

Die berittenen Armbrustschützen ritten vor den Rittern her auf die Engländer zu, um die abgesessenen Ritter auf der Flanke zu beschießen. Auch hier blieb der Beschuss ohne Ergebnis, nur die englischen Ritter im Zentrum wurden durch die Armbrustschützen zerrüttet.

Allerdings hatten die berittenen Schützen sich zwischen beide Linien manövriert, so das ihnen nur der Angriff auf die Ritter blieb. Sie stürmten in die Reihen der Engländer, die dem Angriff allerdings stand hielten und ein Base der Angreifer vernichteten. In der folgenden Schussphase wurde eine Einheit deutscher Speerträger zerrüttet, bevor die Nahkampfphase den Angriff der berittenen Armbrustschützen beendete. Ohnehin geschwächt brach die Moral der Truppe.

Die Schützen ritten auf ihrer Flucht durch ihre eigenen Ritter und die zweite Einheit Speerträger, was auch die restlichen deutschen Nahkampfeinheiten zerrüttete. Das war für mich ein Glücksfall, denn meine verfolgenden Ritter stürmten direkt in die Ritter und Speerträger der Deutschen. In meiner Runde blieb mir nichts anderes übrig, als ihnen zu Hilfe zu eilen.

Da die deutschen Reiter entweder flohen oder in Nahkämpfen gebunden waren, war es an der Zeit, die spitzen Pfähle spitze Pfähle sein zu lassen. Auf breiter Front gingen die Engländer zum Sturm über. Die Brabanzonen hatten sich bei ihrem Vormarsch verschätzt und gerieten in die Zange zwischen den Rittern auf der linken Flanke und einer Bogenschützengruppe aus dem englischen Zentrum.

Die Ausgangssituation sah für mich sehr gut aus. Die schwerste Infanterie des Gegners in der Flanke gepackt, alle gegnerischen Einheiten in den Nahkämpfen waren bereits angeschlagen (d.h. sie hatten Zusammenhalt bzw. Cohesion verloren – zu viel davon und die Einheit bricht und läuft davon). Meine Einheiten waren, bis auf die Ritter im Zentrum, frisch und hatten keine negativen Auswirkungen aus den Kämpfen davon getragen.

Leider beendete ein Telefonanruf, der Christian zum sofortigen Aufbruch nötigte, das Spiel. Allerdings waren Christian und ich uns beim Abbau einig, dass ein Sieg der Engländer sehr wahrscheinlich gewesen wäre. Die Brabanzonen wären mit nahezu hundertprozentiger Wahrscheinlichkeit zwischen den zwei angreifenden Einheiten aufgerieben worden. In den anderen Kämpfen hatten die Engländer klar die Oberhand.

Insgesamt war das Spiel, trotz des vorzeitigen Abbruchs, aber unterhaltsam und spaßig. Am Anfang schien es noch statisch zu werden, da meine abwartende Haltung und die lange andauernden Manöver sich etwas zogen. Aber die Aktivität auf der linken Flanke und der Druck, der dadurch auf den restlichen deutschen Truppen lastete, machten das Spiel am Ende richtig spannend.

Wir mussten noch einiges Nachschlagen, aber wenn man dann eingelesen ist, bringt Field of Glory viel Potential mit.

Oh, und die offizielle Nacherzählung dieser Schlacht beinhaltet natürlich meinen brillianten Plan, die gegnerische Kavallerie mittels eines vermeintlichen "Aufstellungsfehlers" in eine Falle zu locken.

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Might and Reason – Vorbereitungen

Derzeit werden meine Vorbereitungen konkret, um mit Might and Reason Linieninfanterie zu schubsen. Nach Flames of War wird das mein zweiter Versuch an einem historischen Spiel, wobei ich FoW doch eher als Tabletop, M&R hingegen als Wargame bezeichnen möchte. Letzteres bildet einfach die Eigenheiten der Kriegsführung Mitte des 18. Jahrhunderts sehr präzise ab (bleibt da aber verständlich und spielbar), während FoW die Spielbarkeit in den Vordergrund stellt.

Da es nun historisch wird, habe ich ein wenig Recherche angestellt. Man will dem Zeitalter ja gerecht werden, selbst wenn es nur um Uniformen und Fahnen geht. Ein guter Startpunkt im Internet war für mich das Wiki von Kronskaf – Project SYW. Hier findet man nicht nur gute Übersichtsartikel und Links, sondern auch Farbtafeln mit Uniformen und Fahnen verschiedener Regimenter. Für die Bemalung der zukünftigen Armee gibt es dort mehr als genug Informationen.

Für den Überblick habe ich mir das Buch „Der Siebenjährige Krieg“ von Marian Füssel besorgt. Ein Taschenbuch aus der Beck'schen Reihe, deren historische Serie ich jedem Interessierten nur ans Herz legen kann. Damit konnte ich mir angenehm erste Einblicke nicht nur in den europäischen Kriegsschauplatz anlesen, sondern auch in die Ereignisse in Indien, der Karibik und Nordamerika.

Bereits vor meinen ersten Recherchen stand für mich fest, dass ich die Franzosen spielen wollte. Ich bin da einfach frankophil. Außerdem gefiel mir die Idee, eine Armee aus weißberockten Infanteristen ins Feld zu führen. Die Recherche machte mir schnell klar, auf was ich mich da einließ.

Zum einen stellten die Franzosen die größte Armee ihrer Zeit. Mit etwa 500.000 Soldaten unter Waffen während des Krieges war die französische Armee größer als die russische, die etwa 330.000 Mann zählte. Vergleicht man die Zahl mit der Größe der englischen Armee, die mit 170.000 Mann Kriegsstärke an allen Fronten nahezu alle Ziele gegen die Franzosen durchsetzen konnte, merkt man, dass in Louis' Armee etwas im Argen gelegen haben muss.

Namentlich kann man viel auf das Offizierscorps zurück führen. Die Regimenter gehörten nicht dem König oder dem Staat, wie es in Preußen oder teilweise in England der Fall war. Adlige stellten ihre Truppen selbst auf und Beziehungen und gesellschaftlicher Rang waren bestimmende Faktoren in der Aufstellung einer Armee.

Soweit zum Hintergrund. Wie schon geschrieben, bilden die Regeln von Might and Reason die Kriegsführung so genau wie möglich ab. Das geht so weit, dass man sich einen entsprechenden Befehlshaber aus einer Liste aussucht. Die Preußen können also durchaus Seydlitz oder Friedrich II. wählen. Den Franzosen fehlen solche Illustren Namen. Von den vier Qualitätsstufen für Befehlshaber, Great, Good, Average und Poor, stehen den Franzosen nur Average und Poor zur Verfügung. Da mit ansteigender Kompetenz die Armeepunkte weniger werden, sind französische Armeen also notwendigerweise größer.

Der Befehlshaber kann aber nicht die ganze Armee befehligen. Eine Armee, die mit 50.000 Mann und mehr in einem Gelände aufgestellt ist, das Hügel, Wälder und Dörfer umfasst, braucht Befehlshaber vor Ort. Diese Sub-Commanders werden nicht ausgewählt und mit Armeepunkten gekauft. Vielmehr muss der Spieler seine Armee in „Forces“ aufteilen, die jeweils einen eigenen Sub-Commander erhalten. Dessen Fähigkeiten werden nach armeespezifischen Tabellen ausgewürfelt. Man kann sich nicht aussuchen, wen man an welcher Stelle einsetzt.

Mit diesen Problemen im Hinterkopf habe ich mich an die Armeeplanung gemacht. Dabei habe ich auf zwei Dinge geachtet:
  1. Optik. Regimentsfahnen und -uniformen sollten ansprechend aussehen. Schließlich spielt das Auge mit. Und die Franzosen haben sich einige sehr, sagen wir mal, gewöhnungsbedürftige Fahnen geleistet.
  2. Plausibilität. Die Regimenter in meiner Armee sollen vom gleichen Kriegsschauplatz stammen und möglichst auch zusammen gedient haben.
Für die Plausibilität habe ich mich auf die Aufstellung der Franzosen unter dem Marquis de Contades bei der Schlacht von Minden (1. August 1759) gestützt. Die Zahl der versammelten Truppen ist groß genug, um eine Auswahl zu ermöglichen und um optisch weniger ansprechende Truppen außen vor zu lassen.


Die Schlacht von Minden am 1. August 1759 endete schon in den Morgenstunden mit einer Niederlage der französischen Rheinarmee unter Contades. Acht Bataillone der Brigade von Spörcken marschierten entgegen der Befehle der Herzogs Ferdinand von Braunschweig-Wolfenbüttel voran und besiegten die Kavallerie der Franzosen, was den Zusammenbruch der französischen Linie einleitete

Nebenbei wird mein Mitspieler Christian die hannöverschen Truppen ins Feld führen, wofür Minden eine ausgezeichnet Wahl ist. Selbst dann, wenn man sich vor Augen hält, dass sechs britische Bataillone ausgereicht haben, nahezu die gesamte französische Kavallerie zurückzuschlagen und die Schlacht in etwas zwei Stunden zu entscheiden. Aber von so einem Omen lässt man sich ja nicht abschrecken.

Bisher ist die Infanterie-Auswahl getroffen. Kavallerie wird folgen, sobald ich das erste Testspiel hinter mir habe. Das wird diesen Freitag unter schwerem Proxy-Einsatz stattfinden. Dann werde ich auch wissen, wie viel Artillerie sich lohnt.

Als Befehlshaber werde ich nicht Contades nutzen, der in den Regeln völlig zurecht als Poor geführt wird. Stattdessen werde ich Victor François Duc de Broglie wählen, der immerhin auf Average kommt. Damit stehen mir 220 Armeepunkte zur Verfügung, von denen ich maximal 80 Punkte für Kavallerie ausgeben darf.

Meine Infanterie:

Grenadierregimenter (je 10 Punkte)

„Foreign“ Regiments (je 8 Punkte)

Französische Linienregimenter (je 7 Punkte):

Das sind vorerst 122 Punkte in Infanterie in 17 Einheiten. Damit wäre noch Platz für 78 Punkte Kavallerie und 3 Batterien schwerer Artillerie. Mehr dazu, sobald die ersten Testspiele gelaufen sind.

Freitag, 19. November 2010

Es tut sich was in Hannover

Ich bin nun nicht derjenige, der sich tief in „der Szene“ engagiert. Natürlich freue ich mich, wenn andere das tun und ich davon profitiere. Ich bin mit meinen eigenen Runden und meinem Einsatz als Larp-Orga ausgelastet und freue mich, wenn ab und zu etwas Zeit bleibt, zum Abenteuer. beizutragen.

Derzeit tut sich trotzdem was in Hannover, denn diverse Leute engagieren sich derzeit in vielen Bereichen. Hannover ist nicht klein und es hat schon immer verschiedene Gruppen gegeben, die „ihr Ding durchgezogen“ haben. Aber an Vernetzung scheint es traditionell zu fehlen. Genau das ändert sich gerade.

Leuchtendes Beispiel dürfte hier der Larp-Stammtisch sein. Organisiert über des Larper-Ning, das soziale Netzwerk für Liverollenspieler, läuft der Stammtisch momentan fast von selbst. Die Teilnehmerzahl erreicht manchmal 30 bis 40 Personen, aber 20+ sind es eigentlich immer. Schön dabei, das sich nicht nur die Vertreter einer Spielweise treffen, also nur die High Fantasy- oder die Reenlarpment-Spieler, sondern das es bunt gemischt ist. Auch Nicht-Hannoveraner sind regelmäßige Gäste. Trotzdem ist von den Grabenkämpfen, die man aus dem Internet kennt, nichts zu merken. Gute Stimmung und der Austausch von Ideen, Tipps und Ankedoten („Damals, auf Con...“) stehen im Vordergrund. Außerdem ist der Stammtisch mittlerweile ein solcher Selbstläufer, das unregelmäßig ein „Zwischendurch-Stammtisch“ dazu kommt, weil einmal im Monat zu wenig ist. Wer Interesse hat: Jeden 2. Dienstag im Monat ab 19 Uhr im Alexander (beim Schauspielhaus).

Die Pen&Paper-Rollenspieler legen gerade nach. Im Tanelorn wurde der hannöversche Rollenspiel-Stammtisch angeregt und hat seitdem zwei Durchgänge hinter sich. Natürlich leidet das ganze noch an den Kinderkrankheiten eines neuen Stammtisches. Beim ersten Mal waren es drei, beim zweiten Mal vier Teilnehmer. Aber auch wenn es Zeit brauchen wird, bis der Stammtisch sich durchsetzt, es hat beide Male Spaß gemacht. Natürlich wäre eine Loslösung vom Tanelorn mittelfristig eine gute Idee. Bisher hat Pierre, aka Woodman, als Organisator auch im Blutschwerter-Forum Werbung gemacht. Aber auch über die großen RPG-Foren erreicht man halt nicht jeden. Vielleicht habe ich ja hier jemanden neugierig gemacht. Termin ist immer der 25. eines Monats ab 19 Uhr im Alexander (ja, das am Schauspielhaus).

Ganz viel tut sich gerade bei den Tabletoppern. Die Schließung der Spiele-Arena im Podbi-Park hat eine Menge Energie freigesetzt, um neue Spielräume zu erschließen. Das Fantasy In ist immer noch unterstützend tätig, was man den Leuten hoch anrechnen kann. Ohne die kostenlosen Spielräume wäre in den letzten Jahren kaum so viel Bewegung unter die hannöverschen Miniaturenschubser gekommen.

Der Flames of War-Stammtisch findet momentan im Keller vom Fantasy In statt. Die FoWler in Hannover sind momentan eine der aktivsten Communities in Deutschland, der monatliche Stammtisch hat mit seiner Möglichkeit für Demospiele viele Interessierte für das Spiel gewonnen. Außerdem wird die einzige Turnierserie in Hannover veranstaltet, die regelmäßig zwei Durchgänge im Jahr schafft. Morgen wird die Leineübung VIII statt finden und wieder nicht nur Gäste aus ganz Deutschland anlocken, sondern auch zum wiederholten Mal aus Polen. Infos über die Turniere, Spielgruppen in Hannover und den Stammtisch findet man auf Flamesofwar.de.

Flames of War: Amerikanische Panzerkompanie im Angriff auf deutsche Grenadiere auf der Leineübung II - Operation Schneelöwe, 15. Dezember 2007

Die Warhammer-Fraktion ist aber immer die stärkste gewesen. Auch hier ist der kostenlose Spielraum weggebrochen, das wurde durch eine Vereinsgründung kompensiert. Der Tabletop-Treff-Hannover, kurz 3TH, hat sich mit 23 Mitgliedern als Verein neu gegründet, der Momentan nach Vereinsräumen sucht. Diese Räume sollen, wenn ich das richtig verstehe, später nicht nur Mitgliedern offen stehen. Schön ist auch, das man Raum für verschiedene Systeme schafft und sich nicht nur auf Games Workshop versteift. Zum Beispiel sind auch die FoWler in den neuen Vereinsforen aktiv. Man kennt sich halt aus der Spiele-Arena. Ich werde meine Augen und Ohren offen halten, sobald es neue Ergebnisse zum Verein gibt, werde ich dazu was posten.

Also, in Hannover tut sich gerade viel. Vielleicht habe ich ja jemanden neugierig gemacht, selbst einen der Stammtische aufzusuchen. Ich würde mich freuen. Die „Szene“ in Hannover kann davon nur profitieren.

Dienstag, 9. November 2010

Pendraken Miniatures - Ich bin begeistert

Letzten Samstag war die Crisis in Antwerpen. Das mein Schichtplan diesen Monat eher suboptimal ist, konnte ich mich der spontanen Fahrgemeinschaft nicht anschließen. Vielleicht war das auch ganz gut, das schont den Geldbeutel.

Deswegen geht es hier auch nicht um die Crisis, auch wenn Christian, der Initiator der Fahrgemeinschaft, davon schwärmt. Vielmehr geht es um einen englischen Miniaturenhersteller, der es seit gestern endgültig geschafft hat, mich zu begeistern: Pendraken Miniatures.

Das erste Mal bin ich auf Pendraken aufmerksam geworden, als ein Thread im Dungeonslayers-Forum sich mit den Minis beschäftigte. Spontan habe ich mir damals ein paar Fantasy-Menschen bestellt, die eigentlich nur die Spätmittelalter-Serie in kleineren Packs sind. Der Maßstab von Pendraken ist 10mm, es waren die ersten Minis in dieser Größe, die ich in den Händen hielt. Nun bin ich grundsätzlich kein Freund von 28mm-Minis, da mir das Bemalen viel zu aufwändig ist. Vorher war ich von 15mm begeistert, der Maßstab von Flames of War.

Was soll ich sagen, Pendraken hat mich voll überzeugt. Die Gussqualität stimmt. Kaum Grate, keine Fehlgüsse. Die meisten Figuren konnte ich ohne Vorbehandlung grundieren und bemalen. Der Detailgrad war in Anbetracht der Größe bewundernswert. Inzwischen besitze ich auch ein paar Wehrmachtssoldaten, die fast schon zu viele Details besitzen. Kurz, die Minis sind schön.

Der Preis stimmt auch. 3,25 Pfund für 30 Infanteristen oder 15 Reiter. Der Versand ist mit 10% des Warenwerts typisch für englische Hersteller. Zahlung ist per PayPal möglich,also auch unkompliziert. Die Bestellungen haben bisher zwischen 5 und 12 Tagen gebraucht, um anzukommen.

Das schönste ist aber der Service. Christian und ich haben uns endlich auf ein historisches Spiel einigen können. Klar war, das wir beide Linieninfanterie wollten. Er wollte Napoleon, ich den amerikanischen Bürgerkrieg. Beide fanden wir den Vorschlag des anderen nicht so spannend. Jetzt haben wir uns auf den Siebenjährigen Krieg geeinigt und mit Might and Reason ein passendes Regelwerk für uns gefunden.

Bei einer Probebestellung hatte ich schon ein paar Franzosen in feuernder Pose bestellt und war recht angetan. Da Pendraken aber, genau wie viele andere Hersteller, keine Bilder online hat, fiel die Auswahl der richtigen Pose schwer. Also habe ich kurzerhand Christian gebeten, am Pendraken-Stand auf der Crisis nach Samples zu fragen. Er hat dann spontan eine Email geschrieben, da er sowieso selbst etwas vorbestellen wollte.

Französische Infanterie, Siebenjähriger Krieg, spaßeshalber aufgebaut


Was soll ich sagen, gestern stand er mit den Samples vor meiner Tür. Von jeder Infanterie-Pose zwei Minis als kostenlose Probe, alles in allem 12 kleine Männchen. Damit hat Pendraken mich im Sack. Freundliche Kommunikation und eine Bereitschaft, dem interessierten Käufer so entgegen zu kommen? Meine französische Armee wird von Pendraken geordert, ohne Wenn und Aber.

Übrigens: Auf Centstücken gebased eignen sich die Minis auch gut für Rollenspiele mit Miniatureneinsatz (zb. Savage Worlds). Die Fantasy-Reihe beinhaltete auch einige klassische Monster und Helden.

Ritter von Pendraken, auf Centstücken gebased